Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt

Webnews



http://myblog.de/histrories

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Teil 1

„Also, Josi, das geht ja überhaupt nicht, du siehst unmöglich aus.“, meinte Cara schon wieder. Cara, dass war meine beste Freundin, furchtbar lieb, aber mit gar nichts zufrieden. So auch jetzt, wir sind momentan nämlich beim Karnevalsschoppen. Doch nach inzwischen fünf Kostümen die ich anprobiert hatte, fand sie immer noch das ich noch besser aussehen könne. Obwohl es schon echt gute waren, zum Beispiel eine Mülltonne oder Marsmensch. „Mein Gott, wir sind jetzt seid mindestens drei Stunden unterwegs, meinst du nicht dass das jetzt endlich reicht?“, fragte ich sie etwas angenervt. „Na gut, aber morgen starten wir ’nen letzten Versuch bei Kaufhof, einverstanden?“, willigte Cara endlich ein. Dann gingen wir noch schnell einen Kakao trinken, denn Cara musste um sechs Uhr zu Hause sein. Als ich mich abends ins Bett legte war ich echt geschafft, ich meine wer macht schon drei Stunden Dauershopping mit? Als ich mich am nächsten Morgen schon mal seelisch auf weiteres Kostüm anprobieren einstellte, rief es aus der Küche das ich verschlafen hätte. Na toll, wie sah ich denn jetzt aus, furchtbar natürlich. Aber meine gnadenlose Mutter ließ mir nicht mal Zeit zum stylen. Nachdem ich dann völlig abgehetzt im Kunstsaal ankam kam gleich die nächste tolle Überraschung, unser ach so lieber Kunst- und Deutschlehrer hatte seinen Morgenkaffee anscheinend nicht bekommen und ich kriegte erst mal die Standpauke des Jahrtausends. „Josephine,“, donnerte er los, „Wenn man zu spät kommt hat man sich zu endschuldigen und ruhig auf seinen Platz zu gehen. Da du das anscheinend nicht kannst, wirst du es lernen. NACHSITZEN!!!“ Bitte alles nur das nicht, der Typ weiß gar nicht was er mir antut. Ich wollte doch heute mit Cara shoppen gehen. Zwar ist Dauershopping nicht dass was ich gerne mache, aber immer noch besser als Nachsitzen. Schweigend setzte ich mich zu Cara. „Du Arme.“, flüsterte sie mitleidsvoll. Aber das nützte mir jetzt auch nicht mehr viel. Den ganzen Kunstunterricht konnte ich mich nicht mehr wirklich auf etwas freuen, denn das hieße dann auch, dass meiner Mutter wieder plötzlich einfallen würde das sie ja meine Erziehungsperson ist. „Na komm, nimm das nicht so schwer. Wenn du willst, mache ich auch irgendeinen Schwachsinn, damit wir zusammen Nachsitzen können.“, schlug Cara mir vor. „Nee du, lass mal.“, lehnte ich danken ab. Denn auf eine Kichererbse, wie Cara, hatte ich nun wirklich keine große Lust. Wie immer war der Kunstunterricht todlangweilig. Na ja, was kann man schon von einem arbeitslosen Möchtegern Bildhauer, der sich jetzt als Lehrer versucht, erwarten? Inzwischen glauben Cara und ich das er einfach nur alleine und verzweifelt ist. Denn welcher halbwegs normal Mensch lässt uns schon einen Sturm aus Strichen malen. Oh pardon, Herr Schweinemast besteht auf zeichnen... In der ersten Pause kam ein Lichtblick in meine furchtbare Zukunft, ich sah Jan wieder. Obwohl ich mich eigentlich nicht darauf freuen sollte, denn Jan konnte mich nicht leiden. Aber das waren eigentlich nur die peinlichen Aktionen meiner Freundinnen schuld. Denn als Vivi und Martha Wind davon bekamen, dass ich in Jan, den Obermacho aus meiner Parallelklasse, verliebt war, hatten die beiden nichts besseres zu tun als mich jede Pause zu ihm hinzuschleppen oder ihn über mich auszufragen. Das kotzt ihn inzwischen natürlich an. Trotzdem ist er furchtbar süß, aber leider hat er in meiner Klasse den Ruf als Macho, obwohl das eigentlich nur wegen der Mädchentraube, die immer hinter ihm herrennt, ist. Tja, als Jan dann endlich auf dem Schulhof auftauchte beachtete er mich überhaupt nicht. Hallo? Bin ich Luft? Anscheinend schon, denn die nächste Pause ging das genauso. Nur das Cara plötzlich roten Ausschlag im Gesicht bekam. Da ich dasselbe schon mal bei Scharlach hatte, verorderte ich sie zum Sekretariat. „Ach Mensch, ich hab’ schon kein Scharlach, da hat man doch Halsschmerzen und die habe ich nicht!“, meckerte sie als ich sie zum Sekretariat zog. „Keine Wiederrede! Du gehst nach Hause, weil wenn du an Karneval flach liegst hast du ein ernsthaftes Problem. Wir wollten doch da zu Tinas Party, oder?“, fragte ich sie, denn ich war wirklich nicht sonderlich davon begeistert, dass ich eventuell alleine zu der Party gehen konnte.
15.7.07 12:24
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung